Page 1446 - Der Katalog für Werkzeuge, Allgemeine Instandhaltung und Arbeitsschutz 2015
e prodotti di manutenzione generale 2015
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Handschutz - Nitrilschaumbeschichtete Produkte
DIE NORM EN 407: 2004
Handschuhe zum Schutz vor thermischen Risiken
ANWENDUNGSBEREICH
Diese Norm legt die thermischen Eigenschaften von Handschuhen zum Schutz vor Hitze und/oder Flammen fest.
DEFINITION UND ANFORDERUNGEN
Die Art und der Grad der Schutzfunktion wird von einem Piktogramm und sechs Leistungsindikatoren in Verbindung mit spezifischen Schutzei- genschaften angegeben.
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Das Piktogramm „Hitze und Flamme” wird von einem sechsstelligen Zahlencode ergänzt:
a. Brandfestigkeit (Leistungsebene 0 - 4)
Meint die Zeitdauer, in der das Material nach Entfernen der Brandquelle weiter brennt oder glüht. Die Nähte des Handschuhs dürfen sich nach einer Brandzeit von 15 Sekunden nicht auflösen.
b. Kontakthitzefestigkeit (Leistungsebene 0 - 4)
Im Temperaturbereich von 100 - 500 °C verspürt der Anwender für mindestens 15 Sekunden keine Schmerzen. Wird eine EN-Ebene 3 oder höher erzielt, muss das Produkt im Brandfestigkeitstest ebenfalls mindestens die EN-Ebene 3 erfüllen, da ansonsten eine maximale Kontakthitzefestigkeit der Ebene 2 eingetragen wird.
c. Konvektionshitzefestigkeit (Leistungsebene 0 - 4)
Bedeutet die Zeitdauer, in der ein Handschuh die Hitzeübertragung von einer Flamme verzögern kann. Eine Leistungsebene wird nur dann angegeben, falls im Brandfestigkeitstest die Leistungsebenen 3 oder 4 erreicht werden.
d. Strahlungshitzefestigkeit (Leistungsebene 0 - 4)
Die Zeitdauer, in der ein Handschuh die Hitzeübertragung einer Strahlungshitzequelle verzögern kann. Eine Leistungsebene wird nur angegeben, wenn im Brandfestigkeitstest die Leistungsebenen 3 oder 4 erzielt werden.
e. Festigkeit gegen kleine Schmelzmetallspritzer (Leistungsebene 0 - 4)
Meint die erforderliche Anzahl von Tropfen geschmolzenen Metalls für die Aufheizung des Handschuhs auf eine bestimmte Temperatur. Eine Leistungsebene wird nur angegeben, wenn im Brandfestigkeitstest die Leistungsebenen 3 oder 4 erreicht werden.
f. Festigkeit gegen grose Mengen von Schmelzmetall (Leistungsebene 0 - 4)
Bedeutet das erforderliche Gewicht von Tropfen geschmolzenen Metalls für das Auslösen einer Glättung oder Durchlöcherung eines Hautimitates, das direkt hinter dem Testhandschuh angebracht wurde. Der Test gilt als fehlgeschlagen, wenn sich Metall- tropfen am Handschuhmaterial festsetzen oder das Testmuster entflammt.
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Alle Handschuhe müssen mindestens die Leistungsebene 1 für Abrieb- und Reißfestigkeit erzielen.
DIE NORM EN 511: 2006 Handschuhe für den Kälteschutz
ANWENDUNGSBEREICH
Diese Norm gilt für alle Handschuhe, die für einen Schutz der Hand gegen Konvektions- und Kontaktkälte bis -50°C vorgesehen sind.
DEFINITION UND ANFORDERUNGEN
Die Schutzfunktion gegen Kälte wird durch ein Piktogramm und drei Leistungsindikatoren in Verbindung mit den spezifischen Schutzeigen- schaften angegeben.
Das Piktogramm „Kälterisiko” wird von einem dreistelligen Zahlencode ergänzt:
a. Konvektionskältefestigkeit (Leistungsebene 0 - 4)
Bedeutet die thermischen Isolationseigenschaften, die durch eine Konvektionsübertragung von Kälte gemessen werden.
b. Kontaktkältefestigkeit (Leistungsebene 0 - 4)
Meint die thermische Festigkeit des Handschuhmaterials im direkten Kontakt mit einem kalten Gegenstand.
c. Wasserfestigkeit (0 oder 1)
0 = Wasserpenetration
1 = keine Wasserpenetration
Alle Handschuhe müssen mindestens die Leistungsebene 1 für Abrieb- und Reißfestigkeit erzielen.
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